Ein Sozialticket im Landkreis Wolfenbüttel lehnt die CDU ab und stellt einen Antrag über einen kostenlosen Fahrkarten-Zehnerblock für Leistungsbezieher nach den Sozialgesetzbüchern,

    Dies Vorhaben sieht nur auf dem ersten Blick gut aus. Sieht man sich die Einzelheiten jedoch genauer an, kommen deutliche handwerkliche Mängel zum Vorschein. Das Konzept der CDU ist nicht durchdacht und wenig geeignet, die finanziell weniger gut Gestellten in unserem Landkreis wirklich zu unterstützen. Je nach Wohnort treten praktische Probleme zur Bewältigung des Alltäglichen auf. Auch von einer sachgerechten Anpassung an den “Demographischen Wandel“ kann man nicht sprechen.

    Daher wird sich DIE LINKE weiterhin für ein Sozialticket einsetzen, das soviel kostet, wie im Regelsatz als Fahrkosten enthalten sind. Das wäre die sozial richtige Lösung. Damit würde eine Monatskarte bei einem Preis von 26 Euro liegen. Und - ein Sozialticket würde im Nebeneffekt auch den regionalen Nahverkehr stärken.

    Konkrete Beispiele zu den fraglichen Umständen beim CDU-Antrag:

    Leistungsberechtigte aus Wolfenbüttel benachteiligt, da nur Preisstufe 1. Nur Fahrten in Wolfenbüttel möglich. In anderen Gemeinden Tickets mit mehr Preisstufen zum Erreichen der Kreisstadt. Baddeckenstedter können dagegen nach Braunschweig fahren, Schladener nach Bad-Harzburg.

    In der Praxis mit einer 10-Fahrtenkarte regelmäßig nur 5 Hin- und Rückfahrten möglich (Fahrzeit zeitlich begrenzt).

    Fahrkarten sollen in Rathäusern abgeholt werden. Damit sind häufig zwei Fahrkarten verloren.

    Überprüfung nach einer dreijährigen Pilotphase. Aber: Das Zehnerblockkonzept erlaubt keine Rückschlüsse über die Annahme einer vergünstigten Monatskarte.

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