Information zur geplanten Photovoltaikanlage zwischen Oelber am Weißen Wege und Rhene

Was ist geplant?

Zwischen Oelber am Weißen Wege und Rhene soll eine Photovoltaikanlage entstehen.
Die Fläche umfasst rund 37 Hektar und wird derzeit landwirtschaftlich genutzt.
Der Samtgemeinderat Baddeckenstedt entscheidet im Dezember 2025 über die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans. Parallel dazu bereitet die Gemeinde Baddeckenstedt ein Bebauungsplanverfahren für das Projekt vor.

Warum ist dieser Standort vorgesehen?

Für Photovoltaikanlagen ist ein geeigneter Netzanschlusspunkt zwingend notwendig.
Im Bereich zwischen Oelber und Rhene liegen solche Anschlusspunkte in technischer Reichweite. Die Einspeisung kann dort mit vergleichsweise geringem Aufwand erfolgen.

Im sogenannten „privilegierten Bereich“ (außerhalb zusammenhängender Siedlungsflächen) fehlen hingegen leistungsfähige Netzanschlüsse.
Dort müssten Kabeltrassen über mehrere Kilometer neu gebaut werden, was technisch aufwendig und wirtschaftlich kaum darstellbar wäre.
Der vorgesehene Standort wurde deshalb gewählt, weil er eine direkte und sichere Anbindung ermöglicht.

Wie sieht die Fläche künftig aus?

Die Fläche wird nicht versiegelt.
Zwischen und unter den Modulen bleibt dauerhaft Grünland bestehen, das ökologisch gepflegt wird.
Die Anlage schafft Rückzugsräume für Kleintiere, Insekten und Bodenbrüter.
Durch Begrünung und extensive Pflege soll sich die Artenvielfalt erhöhen.

Welche Vorteile hat das Projekt für die Gemeinde?

Durch die gesetzliche Kommunalbeteiligung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz erhält die Gemeinde Baddeckenstedt jährlich rund 107.000 Euro.
Zusätzlich stellt der Betreiber eine freiwillige Gewinnbeteiligung von etwa 53.000 Euro pro Jahr in Aussicht.
Nach Ablauf der Abschreibungsphase entstehen weitere Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von voraussichtlich rund 100.000 Euro jährlich.

Diese Mittel fließen direkt in den Gemeindehaushalt.
Sie können für Infrastruktur, öffentliche Einrichtungen, Grünpflege oder andere kommunale Aufgaben eingesetzt werden – ohne dass die Einwohner zusätzlich belastet werden.

Es gibt außerdem Überlegungen, auch die Samtgemeinde Baddeckenstedt freiwillig zu beteiligen.

Welche Vorteile ergeben sich für die Einwohner?

Die zusätzlichen Einnahmen stärken die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde.
Dadurch können Projekte im Ort besser umgesetzt oder fortgeführt werden.
Der vor Ort erzeugte Strom leistet gleichzeitig einen Beitrag zu einer stabileren, unabhängigen und klimafreundlichen Energieversorgung in der Region.


Persönliche Einordnung

Ich sage klar: Ich bin dafür.
Die Photovoltaikanlage bringt unserer Gemeinde über viele Jahre erhebliche Einnahmen, ohne Bodenversiegelung und mit ökologischen Vorteilen.
Aber meine Zustimmung gilt dem Verfahren: Erst nach der Bürgerbeteiligung und den fachlichen Prüfungen fällt die endgültige Entscheidung.“

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