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In der ersten Jahreshälfte 2022 wurde die Politik von den Elternvertretungen zu einen Austausch eingeladen.
Bei diesen Austausch stellte sich heraus, dass die Elternvertreter im Schulausschuss kein Stimmrecht haben,
obwohl denen dies laut Gesetz zusteht.

Viel Schlimmer, es stellte sich sogar heraus dass die Elternvertreter noch nicht mal Mitglied
im Schul- und Kulturausschuss der Samtgemeinde sind, da diese bisher nicht durch den Samtgemeinderat
berufen wurden.

Aufgrund dieser Erkenntnisse stellte die Ratsgruppe DIE GRÜNEN - DIE LINKE zusammen mit dem Bürgerforum
eine Anfrage. Wir wollten wissen:

1) Wann wurden die Vertreter aus der Gruppe der Lehrkräfte gemäß § 110 Abs. 2 NSchG i.V.m.
§ 2 Verordnung über das Berufungsverfahren für die kommunalen Schulausschüsse
(KomSchulAusBerV ND) von den Schulpersonalvertretungen für diese Ratsperiode
vorgeschlagen?

2) Wann wurden die Vertreter der Erziehungsberechtigten gemäß § 110 Abs. 2 NSchG i.V.m.
§ 4 KomSchulAusBerV ND von den Schulelternräte für die 1. Hälfte der Ratsperiode
vorgeschlagen?

3) Wann hat die Samtgemeindeverwaltung die Gruppe der Lehrkräfte und die Gruppe der
Schulelternräte aufgefordert Vorschläge für den kommunalen Schulausschuss einzureichen?

4) Wann erfolgt das Berufungsverfahren gemäß § 110 Abs. 4 NSchG i.V.m. § 6 KomSchulAusBerV ND i.V.m. § 73 NKomVG?

Die Verwaltung antwortete darauf:


Beantwortung der Anfrage Bündnis 90/ Die Grünen - DIE LINKE und Bürgerforum:


1) Seit jeher setzt sich der Schulausschuss bei der Samtgemeinde Baddeckenstedt
neben den politischen Mandatsträgern aus den jeweiligen Schulleitungen bzw.
deren Vertretungen und den gewählten Elternvertretungen jeder Schule zusam-
men. Ein gesondertes Berufungsverfahren gem. § 2 der Verordnung über das
Berufungsverfahren für die kommunalen Schulausschüsse gab es bislang nicht.


2) Die Erziehungsberechtigten, deren Kinder an den jeweiligen Grundschulen sind,
wählen mit Beginn des neuen Schuljahres Vertreter*innen aus ihren Reihen.
Ebenso werden daraus Vertreter*innen für den Schulausschuss gewählt, die der
Verwaltung mitgeteilt werden. Diese sind ordentliches, stimmberechtigtes Mit-
glied im Schulausschuss, solange sie in dieser Funktion weiterhin aus der El-
ternschaft zu jedem Schuljahr bestimmt/ gewählt werden und ein Kind an der je-
weiligen Schule haben. Wann diese Wahlen an den Schulen stattgefunden ha-
ben, ist nicht konkret bekannt. Üblicherweise werden diese zeitnah zu Beginn
des neuen Schuljahres von der Schule durchgeführt.


3) Eine gesonderte Aufforderung gab es nicht. Das Verfahren ist -wie oben be-
schrieben- gängige Praxis von Beginn an (seit Samtgemeindebestehen).


4) Ein gesondertes Berufungsverfahren gab es aus den o.g. Gründen bislang nicht.


Aufgrund dieser Anfragebeantwortung veranlasste die Ratsgruppe DIE GRÜNEN - DIE LINKE eine kommunalrechtliche
Überprüfung bei der zuständigen Kommunalausfsichtsbehörde.

Mit Schreiben vom 29.08,2022 kommt die Kommunalaufsichtsbehörde zu der Feststellung:

Für die Berufung weiterer Stimmberechtigten Mitglieder des Schulausschusses ist jedoch eine Berufungsentscheidung d.h.
ein Beschluss des Rates der Samtgemeinde Baddeckenstedt nach § 110 Abs. 4 NSchuG vorgesehen.


Daraufhin veranlasste die Samtgemeinde Baddecenstedt eine Beschlussvorlage für die kommende Samtgemeinderatssitzung
am 20.09.2022 und führt in der Begründung aus:

"Die Kommunalaufsicht hat in einem Schreiben vom 23.08.2022 das Verfahren der
Zusammensetzung des Schul- und Kulturausschusses in der Samtgemeinde
grundsätzlich bestätigt und nicht gerügt, jedoch darauf hingewiesen, dass es den
formalen Akt der Berufung geben muss."

Die Verwaltung verkennt hier die Problematik. Erst durch den Feststellungsbeschluss durch den Samtgemeinderat
werden die Elternvertreter, sowie die Lehrervertreter Mitglied im Schul- und Kulturausschuss.

Mangels Feststellungsbeschluss sind die Elternvertreter derzeit weder Mitglied im Schul- und Kulturausschuss,
noch haben diese Stimmrecht. Erst wenn am 20.09.2022 der Samtgemeinderat diesen
Beschluss fasst, sind die Elternvertreter erst ordentliche Mitglieder mit Stimmrecht im Schul- und Kulturausschuss.

Mittwoch, 08 Dezember 2021 18:06

Verbesserung im ÖPNV

Am Sonntag, 12.12.2021 startet eine neue Buslinie in der Gemeinde Baddeckenstedt. Diese Buslinie verbindet die Gemeinde Baddeckenstedt und Burgdorf mit Nettlingen, Söhlde und Hoheneggelsen.
Dadurch verbessert sich auch die Anbindung der Orte Wartjenstedt, Binder und Rhene mit Baddeckenstedt und Salzgitter.
 
 

Die Politik wurde von der Verwaltung im Mai 2020 darüber informiert, dass die Hortplätze an den Schulen der Samtgemeinde Baddeckenstedt
ab dem kommenden Schuljahr 2020/2021 nicht mehr ausreichen werden.

Bereits im Dezember 2019 hatte der Samtgemeinderat mehrheitlich beschlossen, dass für eine Hortunterbringung
außerhalb der Samtgemeinde Baddeckenstedt keine Defizitzahlungen von der Samtgemeinde Baddeckenstedt
mehr übernommen werden, unabhängig ob es in der Samtgemeinde Baddeckenstedt noch freie Hortplätze gibt oder nicht.

Den Änderungsantrag der LINKEN, dass bei Vorliegen von Härtefällen die Verwaltung von dieser Regelung Ausnahmen zulassen kann
wurde mehrheitlich (durch CDU/FDP und SPD) abgelehnt. Lediglich das Bürgerforum unterstützte den Antrag der LINKEN.

Nun ist die Situation eingetreten, dass im kommenden Schuljahr die Hortplätze nicht ausreichen und deshalb eine Handvoll
Schülerinnen und Schüler keinen Hortplatz erhalten werden.

Der im Dezember beschlossenen Grundsatzbeschluss führt nun dazu, sollten Schüler einen auswärtigen Hort besuchen,
dass dann die Eltern den Defizitbetrag zusätzlich zu den Hortgebühren aufbringen müssten.

Gerade Familien, in denen beide Elternteile berufstätig sind und auch alleinerziehende Elternteile sind auf eine Betreuung ihrer Kinder nach der Schule angewiesen. Aus diesem Grund sollten genügend freie Hortplätze vorgehalten werden.

Deshalb hat DIE LINKE für die kommende Ratssitzung am 30.06.2020 einen Antrag zur Konzepterstellung zur Hortbetreuung eingebracht.
Die Verwaltung soll beauftragt werden, ein Konzept zu erstellen, um die Platzsituation in den Horten zu verbessern.

Ich erwarte von der SPD, dass diese sich wieder an Ihre Werte erinnert und auch eine soziale Entscheidung für die Bürgerinnen und Bürger
trifft und diesem Antrag zustimmt.

Samstag, 06 Juni 2020 11:13

Anträge & Anfragen im Samtgemeinderat

02.12.2016 Änderungsantrag zur Verwaltungsvorlage über die 2. Änderung der Geschäftsordnung für die Beiräte der Kindertagesstätten 
* zurückgezogen da der Beschlussvorschlag der CDU weitergehend war *

05.03.2017: Haushaltsantrag zur Verpflegung der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Ausbildungsdienst
* Zurückgezogen am 03.04.2017  aufgrund der Hinweise in einer Mitteilungsvorlage der Verwaltung *

05.03.2017 Haushaltsantrag zur Reduzierung der Kita-Gebühren für Leistungsberechtigte nach dem SGB II und SGB XIIReduzierung der Kita-Gebühren für Leistungsberechtigte nach dem SGB II und SGB XII
* Im KiTa-Ausschuss verwiesen * Im Kita-Ausschuss zurückgezogen (siehe hier)

03.04.2017 zweiter Antrag zur Verpflegung der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Ausbildungsdienst
(Aufgrund der Hinweise in der Mitteilungsvorlage der Verwaltung enthält neuer Antrag keine Pauschalen mehr)
*BUFA einstimmig abgelehnt. Im Rat mehrheitlich abgelehnt. *

05.09.2017 Anfrage zum Betreuungschlüssel
26.09.2017 Beantwortung der Anfrage zum Betreuungsschlüssel

10.09.2017 Legitimierung der durch den Samtgemeindebürgermeister durchgeführten Änderungen am Leitbild der Samtgemeinde Baddeckenstedt
* Floss in die Beschlussvorlage X/049 (SG) ein und einstimmig angenommen*

19.12.2017 Änderungsantrag zum Antrag Verpflegung der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Ausbildungsdienst
*Rat hat den Antrag mit den Stimmen von SPD, CDU und Bürgerforum bei Enthaltung der Grünen abgelehnt*

20.05.2018 Änderungsantrag zur Neufassung der Satzung für die Kindertagesstätten der Samtgemeinde Baddeckenstedt (Kindertagesstättensatzung) zum 01.08.2018
* Änderungsantrag von der Verwaltung übernommen und beschlossen *

18.06.2018 Gemeinsamer Antrag B90/GRÜNE und DIE LINKE Artenvielfahlt erhöhen - Insektensterben stoppen
* In geänderter Form als Prüfauftrag mehrheitlich angenommen *
 

24.01.2019 Anfrage zur Personalsituation, Ausbildung und Einsätze bei der Feuerwehr
26.02.2019 Beantwortung der Anfrage zur Personalsituation, Ausbildung und Einsätze

20.02.2019 Anfrage zum Unterausschuss Feuerwehr
26.02.2019 Beantwortung der Anfrage zum Unterausschuss Feuerwehr

24.09.2019 Änderungsantrag zum 2. Nachtragshaushalt - Gemeindearbeiter als vollwertige Beschäftigte einstellen
* Mehrheitlich vom Rat abgelehnt*

17.12.2019 Änderungsantrag zur BV X/152 (SG) Defizitübernahme für einen Hortplatz -Grundsatzregelung
* Mehrheitlich im Rat abgelehnt*

17.12.2019 Anfrage zur Vergabe von Kanalarbeiten Feuerwehrhaus Heere
17.12.2019 Beantwortung der Anfrage zur Vergabe von Kanalarbeiten Feuerwehrhaus Heere

30.06.2020 Antrag Konzepterstellung zur Hortbetreuung
* Einbringung im Rat 30.06.2020 - Konzept wird im Rat am 23.03.2021 behandelt

30.06.2020 Anfrage: Nationaler Warntag 2020
Anfrage zurückgezogen, da die Presse schneller war

21.09.2020 Anfrage zur defekten Sirene in Baddeckenstedt
*noch nicht beantwortet*

Am 25.02.2020 hat der Samtgemeinderat Baddeckenstedt in Heere den Haushalt 2020 verabschiedet.

Zwei Änderungsanträge der LINKEN wurden mehrheitlich von dem Rat abgelehnt. Lediglich das Bürgerforum unterstütze DIE LINKE.

DIE LINKE wollte die im Haushaltsentwurf vorgesehenen 25.000 € für die Verbesserung der medizinischen Versorgung im Rahmen der Ärzteförderungsrichtlinie in Burgdorf um weitere 25.000 € aufstocken.

Hintergrund ist, dass die Gemeinde Burgdorf außerplanmäßig beabsichtigt, 100.000 € als „freiwillige Leistung" für die Ansiedlung eines neuen Hausarztes bereitzustellen. Zugleich wird hierfür aber auch eine Beteiligung der Samtgemeinde von mindestens 25.000 € erwartet. Hinzukommt dass für die Gesundheitseinrichtungen nach der Kommunalverfassung die Samtgemeinde zuständig ist.

Im Produkt 57110.781200 Investitionszuweisungen an die Gemeinde Burgdorf werden anstatt der 25.000 €, eine Zuweisung von 50.000 € bereitgestellt.

Die CDU lehnte den Antrag der LINKEN mit der „Begründung“ ab, dass man keine „falschen Begehrlichkeiten" wecken möchte, aber man dennoch bereit sei - allerdings nicht jetzt im Haushalt - diesen Betrag ggf. auf 50.000 € aufzustocken. Was die CDU hier mit der Floskel der „falschen Begehrlichkeiten" ganz konkret meint, ließ sie natürlich mangels schlüssiger Argumente offen.

Die SPD und der Samtgemeindebürgermeister schlossen sich dennoch in der Sache der CDU an. Hätten CDU, SPD und der Samtgemeindebürgermeister es wirklich ernst gemeint, dann hätten Sie dem Antrag der LINKEN auch stattgeben können, anstatt wieder einmal nur Lippenbekenntnisse ins Blaue hinein abzugeben.

Es ist offenkundig, dass sich CDU, SPD und der Samtgemeindebürgermeister nicht ausreichend mit der Materie befasst haben können. So wurde verkannt,
dass diese eingeplanten 25.000 € für einen neuen Arzt zweckgebunden sind. Diese Ärzte-Förderungsrichtlinie  dient ja leider nicht dazu, um in etwa auch Ärzte anzuwerben oder geeignete Räumlichkeiten für diese zu finden.

Wenn keine Mittel zur Anwerbung von Ärzten bereitgestellt werden, dann erschließt sich auch nicht, wie CDU, SPD und der Samtgemeindebürgermeister auch Ärzte für unsere Samtgemeinde aufmerksam bzw. begeistern will? Offenkundig werden hier Fördergelder nur in der Hoffnung bereitgestellt, dass diese erst gar nicht abgerufen werden können, weil mangels Werbung kein Arzt um der Förderung wissen kann.

Mit dem zweiten Antrag wollte „DIE LINKE" bewirken, dass die vorgesehenen Haushaltsmittel für die Planung eines neuen Rathauses solange eingefroren werden, bis der zuständige Fachausschuss sich damit auch zuvor befasst hat. Auch dieser Antrag der LINKEN wurde ohne nähere Begründung abgelehnt.

Im Produkt 11170.787100 Neubau Rathaus erfolgt die Mittelfreigabe durch den Samtgemeindeausschuss nach Beteiligung des Bau-Umwelt- und Feuerschutzausschusses.


Haushaltsrede 2020 Samtgemeinderat

Sehr geehrte Frau Vorsitzende,
Sehr geehrter Herr Samtgemeindebürgermeister,
meine Damen und Herren,

ich bedanke mich bei der Verwaltung für die ausführliche Aufstellung des Haushaltsentwurfes.

In dem Haushalts  sollen 50.000 € für den Neubau des Rathauses eingestellt werden.
Ich stelle hierzu folgenden Änderungsantrag:

Im Produkt 11170.787100 Neubau Rathaus erfolgt die Mittelfreigabe durch den Samtgemeindeausschuss nach Beteiligung des Bau-Umwelt- und Feuerschutzausschusses.

Hier sehe ich noch großen Beratungsbedarf wie zum Beispiel Standortsuche und Gestaltung eines Neubaues.

Im Haushalt sollen auch 25.000 für die Verbesserung der Medizinischen Versorgung in der Gemeinde Burgdorf bereitgestellt werden und zwar im Rahmen der Ärzteförderrichtline.

Dies begrüße ich zwar, aber ich hätte mehr erwartet.

Zum einen beabsichtigt die Gemeinde Burgdorf 100.000 € außerplanmäßig bereitzustellen und wünscht sich von der Samtgemeinde eine Kostenbeteilung von mindestens
25.000 €. Dies kann der Beschlussvorlage X/037 (Bu)  der Gemeinde Burgdorf entnommen werden.

Da nach § 98 NKomVG die Samtgemeinde für die Gesundheitseinrichtungen zuständig ist, stelle ich folgenden Änderungsantrag:

Im Produkt 57110.781200 Investitionszuweisung an die Gemeinde Burgdorf werden
anstatt 25.000 € eine Zuweisung von 50.000 € bereitgestellt.

Ansonsten kann ich den Haushalt zustimmen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Beschlussvorschlag:

Im 2. Nachtrag zum Stellenplan 2019 werden in Produkt-Nr. 57310 , OE Bauhofsangelegenheiten anstatt zwei zusätzliche Gemeindearbeiter über eine Förderung nach § 16i SGB II , zwei Gemeindearbeiter in der EG-Gruppe 3 Stufe 1
als vollwertige Beschäftigte eingestellt. Hierzu werden im Nachtragshaushalt 23.000 Euro bereitgestellt.

Begründung:

Erfolgt mündlich.

gez.

RM Gerhard Schrader

Samstag, 14 September 2019 17:40

Nachtragshaushalt 2019

Rede zum 2. Nachtragshaushalt 2019 am 24.09.2019, RM Gerhard Schrader

- Es gilt das gesprochene Wort –

[Anrede]

Vielen Dank an die Verwaltung für die Aufstellung des 2. Nachtragshaushalts.

Im Produkt 12610 – Feuerlöschwesen sind für den Anbau am Feuerwehrhaus Sehlde und die Errichtung von Parkplätzen insgesamt eine Million Euro eingeplant. Davon sollen 280.000 Euro als Verpflichtungsermächtigung zu Lasten des Haushaltsjahres 2020 vorgesehen werden.

Der Neubau in Heere wird voraussichtlich 1.250.000 Euro kosten.

Es kann doch nicht angehen, dass der Anbau in Sehlde fast so teuer sein soll wie der Neubau in Heere. Ich kann es den Bürgerinnen und Bürger so nicht verkaufen.

Aus diesem Grund werde ich diesen Nachtragshaushalt ablehnen.

Kommen wir zu den Personalaufwendungen der inneren Verwaltung:

Es ist vorgesehen sich zwei Gemeindearbeiter über die Maßnahme nach § 16i SGB II – Teilhabe am Arbeitsmarkt zuweisen zu lassen. Im Entwurf zum Nachtragshaushalt, sowie in der Beschlussvorlage X/156 (SG) wurden nur die positiven, aber nicht die negativen Seiten dargestellt.

In der Beschlussvorlag heißt es z.B., dass die gesetzlichen Kündigungsfristen gelten, dem ist nicht so.
Die Bundesagentur für Arbeit hat den Teilnehmer umgehend abzuberufen, wenn dieser in eine zumutbare Arbeits- oder Ausbildungsstelle vermittelt werden kann oder die Förderung aus anderen Gründen wegfällt. Dann hätte die Samtgemeinde das Recht auf fristlose Kündigung. Genauso hätte der Teilnehmer ein Recht auf fristlose Kündigung, wenn dieser eine andere Arbeitsstelle findet. (§ 16i Abs. 6 SGB II)
Für die Teilnehmer werden während der Förderung keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt.
Die Förderung beinhaltet Lohnkostenzuschuss einschließlich Gesamtsozialversicherungsbeitrag abzüglich Beitrag zur Arbeitsförderung (§16i Abs. 2 SGB II). Im SGB III – Arbeitsförderung ist übrigens geregelt, dass diese Maßnahme versicherungsfrei ist. (§ 27 Abs. 3 Nr. 5 SGB III), somit erhalten die Teilnehmer während der Maßnahme keine Ansprüche auf Arbeitslosengeld I.

Hier hätte ich erwartet, dass die Samtgemeinde Baddeckenstedt mit guten Beispiel voranginge und
Arbeitsplätze schaffen würde, die vollumfänglich sozialversicherungspflichtig –einschließlich Arbeitslosenversicherung- sind.

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.

Am 09.07.2019 erschien in der Ausgabe der Salzgitter-Zeitung ein Artikel zur gemeinsamen Resolution des Samtgemeinderates zum Hochwasserschutz in der Samtgemeinde Baddeckenstedt.
Im Artikel heißt es unter anderem, dass der Samtgemeindebürgermeister Kubitschke gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden Druck auf den Landkreis Wolfenbüttel in Form einer Resulution ausüben will.
Es ist anzumerken, dass die Resolution vom gesamten Samtgemeinderat und somit auch mit den Stimmen von GRÜNE und LINKE mitgetragen wurde. Auch wurde in dem Bericht nur die Stellungnahmen von SPD, CDU und Bürgerforum eingeholt.

Aus diesen Grund hier meine Stellungnahme:

In der Salzgitter Zeitung vom 9. Juli 2019 wird über den Streit zwischen der Samtgemeinde Baddeckenstedt und dem Landkreis Wolfenbüttel wegen des Hochwasserschutzes berichtet.

Nicht nur die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD und Bürgerforum haben eine Resolution verabschiedet, die den Landkreis Wolfenbüttel dazu auffordert, dem „Hochwasserschutzverband Innerste“ beizutreten, sondern der Samtgemeinderat Badddeckenstedt hat am 24.06.2019 diese einstimmig beschlossen und somit auch mit den Stimmen von GRÜNE und LINKE.

Samtgemeinderatsmitglied Gerhard Schrader (DIE LINKE) erklärt dazu: „Als Einwohner von Baddeckenstedt und als Ratsmitglied fordere ich den Landkreis Wolfenbüttel auf, dem „Hochwasserschutzverband Innerste“ beizutreten. Das nächste Hochwasser macht nicht an der Grenze des Landkreises Wolfenbüttel halt. Die Innerste nimmt auf Grenzen keine Rücksicht. Der fortschreitende Klimawandel wir noch häufiger zu Starkregen im Harz führen, so dass das nächste Hochwasser bald wiederkommen wird. Gemeinsames, grenzüberschreitendes Handeln ist nun gefordert. Eine „Burgmentalität“ passt nicht in die heutige Zeit. Der Landkreis Wolfenbüttel darf seine Exklave Baddeckenstedt nicht im Hochwasser versinken lassen.

 

Sonntag, 03 März 2019 10:53

Haushalt 2019

Am 26.02.2019 hat der Samtgemeinderat den Haushalt für das Haushaltsjahr 2019 verabschiedet. Hier meine Haushaltsrede zum verabschiedeten Haushalt.

 

Sehr geehrte Frau Ratsvorsitzende,
sehr geehrter Herr Samtgemeindebürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren.

Ich bedanke mich bei der Verwaltung für die übersichtlichtliche Aufstellung des Haushaltsentwurfes.

Im Haushaltsentwurf ist weiterhin die Entnahme des Eigenanteils von 1 Million Euro beim Wasserverband zur Finanzierung der Investitionen vorgesehen.

Dadurch wird deutlich wie knapp der finanzielle Spielraum des Haushaltes bemessen ist.

In den kommenden Jahren wird auf die Samtgemeinde Baddeckenstedt weitere finanzielle Belastungen hinzukommen.

Ich sage hier nur der barrierefreie Ausbau unserer Grundschulen. Dann steht auf der Agenda die Bestandsaufnahme aller Feuerwehrhäuser um eine Prioritätenliste für einen Modernisierungs- und Sanierungsfahrplan zu erstellen.

Für diese Investitionen kann dann nicht mehr auf „Tafelsilber“ wie jetzt z.B. bei der Erweiterung vom Feuerwehrhaus Sehlde zurückgegriffen werden.

Ich begrüße die Änderungsanträge zur Haushaltssatzung von SPD und CDU. Diese führen zu einer Einsparung von 60.500 Euro im Investitionshaushalt.

Aus diesem Grund werde ich den Haushaltsentwurf 2019 mit leichten Bedenken zustimmen.

Ich bedanke mich für ihre Aufmerksamkeit.

Sonntag, 24 Februar 2019 10:41

Zur Schließung vom Gasthaus Woltmann

Ich kann die Familie Schiller sehr gut verstehen, dass Sie die Gastwirtschaft aufgibt. Leider fällt dadurch eine sehr wichtige Versammlungsstätte in der Gemeinde Baddeckenstedt weg.

Die Zeit rennt davon um für die Vereine bis zum Sommer eine Lösung zu finden. Wenn keine Einigung erzielt wird, werden sich die Vereine nach was Neuem umschauen und ein Nachfolger würde es sehr schwer haben in Baddeckenstedt Fuß zu fassen. Dies wird anscheinend vom Eigentümer nicht bedacht. Auf die Frage der Vereine ob diese den Saal in der Zwischenzeit weiter nutzen könnten, bis ein Nachfolger gefunden wurde, hat Er dies nur zugesichert, wenn die Vereine die Miete für die komplette Gaststätte übernehmen würde. Dass die Vereine diese Summe nicht stemmen können ist nachvollziehbar.

Dem Eigentümer sollte ja wohl das wirtschaftliche Risiko bekannt gewesen sein, als dieser im Dezember 2013 die Immobilie kaufte. Dass die Banken bedient werden wollen,  wird die Vereine mit Sicherheit nicht interessieren.

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